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Landschaftspark Degenershausen

Oase mit einem Hauch Exotik

Den Landschaftspark Degenershausen entdecken Harz-Reisende eher zufällig. Doch er ist einen Besuch wert. Idyllisch gelegen im Landschaftsschutzgebiet Harz, ist er ein Kleinod der Region Falkenstein.

Ein großer, schwach zur Seite geneigter Baum, ein japanischer Schnurbaum, ist eine Rarität im Landschaftspark Degenershausen. Zur kleinen Gemainde Wieserode gehörend, ist dieser Park zwar nur eine Sehenswürdigkeit von vielen im Selketal (Landkreis Aschersleben-Staßfurt), aber dafür eine, die gerade in der Frühlingszeit zahlreiche Besucher in ihren Bann zieht.

Der Landschaftspark Degenershausen hat auf seinem Zwölf-Hektar-Areal neben diesem Schnurbaum noch weitere Attraktionen zu bieten. Ein Tulpenbaum, der seine Blüten im Mai entfaltet, kann ebenso bewundert werden wie die nur wenige Meter entfernt stehende Gurkenmagnolie, ein Elsbeerbaum oder Trauben-, Stiel und Ziereichen, Rotbuchen und Nutka-Scheinzypressen. Neu gepflanzt wurden Douglasien, Ambeer- und Tulpenbaum, Trompeten- und Ginkgobaum sowie ein Urweltmammutbaum, der erst 1944 in China entdeckt worden war. Der Park beheimatet heute insgesamt 175 Gattungen und Arten sowohl einheimischer als auch fremder Gehölze.

Die vielen fremdländischen Gehölze brachte Freiherr von Bodenhausen-Degener von seinen Reisen nach Afrika, Nord- und Südamerika mit ins Selketal. Die Fläche der Parkanlage war ein Teil der Ländereien, die der Amtsrat Johann Christian Degener aus Braunschweig im Jahre 1834 als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter Amalie und den Kammerherrn Constantin von Bodenhausen erworben hatte.

Er errichtete ein Jahr später ein Herrenhaus und ließ einen Gutspark anlegen. Die so entstandene Ansiedlung nannte er Degenershausen . Die Geschichte des kleinen Ortes hatte begonnen.


Degener bestimmte in seinem Testament, daß ihm nach seinem Tod ein Monument gewidmet wird. Dieses Monument, ein eiserner Obelisk in Form eines Degens, wurde 1859 in der Nähe des Herrenhauses aufgestellt. Starke Beschädigungen zwangen 1968 zum Abriß des Bauwerkes. Das Herrenhaus diente nach dem Krieg Heimatvertriebenen und Umsiedlern als Wohnhaus, später war es "Schule im Grünen" für die Kinder der Umgebung. Obwohl der Park und die Bauten als Denkmal der Garten-und Landschaftsgestaltung unter Schutz gestellt worden waren, wurde das Herrenhaus nach dem Verlegen der Schule in den achtziger Jahren abgerissen.

Der Park, seit 1989 wieder in Rechtsträgerschaft der Gemeinde Wieserode, drohte, seine Schönheit einzubüßen.

Rettung gibt es seit 1991, seit die Gemeinde an der Rekonstruktion und Sanierung der Parkanlagen arbeitet. 1993 wurde das Monument an gleicher Stelle wiedererrichtet. Der Gutspark, der in den letzten Jahrzehnten seines Bestehens viele Veränderungen und seine jetzige Gestaltung als englischer Landschaftspark im Jahr 1924 erfahren hat, konnte dank der Fördermittel des Bundes und des Landes und mit fachlicher Beratung des Landesarchitekten Kurt Leim aus Wörlitz von ABM-Kräften in den vergangenen Jahren saniert werden. Er ist in alter Schönheit wiedererstanden. Im Juni 1995 wurde er offiziell eingeweiht.

Schon am Haupteingang fällt die geräumige Weite des Parkes auf. Wiesen, gepflegte Bäume und ein kleiner Teich laden zum Verweilen ein.

Für die Besucher bietet ein Ausflug ins Selketal weitere Sehenswerte Ziele. Ganz in der Nähe steht die Burg Falkenstein, die besterhaltene mittelalterliche Burganlage des Harzes. Nicht viel weiter ist es zur Konradsburg Ermsleben, die mit ihrer Krypta zu den Sehenswürdigkeiten der Straße der Romanik zählt. Manchen zieht es vielleicht auch zum Golfplatz Meisdorf oder zur 1857 erbauten und liebevoll rekonstruierten Holländer-Turmwindmühle in Endorf.


Landschaftspark Degenershausen  Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr

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